Fehler eingestehen

Mein Ex ist schuld. Fehler eingestehen, Mitschuld erkennen.

Deine Ex hat dich sitzen lassen. Du wurdest abserviert. Er oder sie hat hat einen großen Fehler gemacht. Hat dich und eure Beziehung verraten. Oder wurdest du mit einem anderen betrogen? Alles ist ihre/seine Schuld. – Stimmt das aber wirklich? – Eigene Fehler eingestehen ist nicht leicht, aber notwendig.

In diesem Artikel möchten wir untersuchen, was man davon hat, wenn man dem Ex-Partner die Schuld für den Beziehungsbruch zuschiebt; und was man dadurch verliert. Anschließend werden wir noch einige Tipps geben, wie man es schafft, um seine Gefühle wieder in den Griff zu bekommen.

Liebe und Hass liegen nahe beieinander

Im einen Moment ist noch alles in Butter, ihr liebt euch und versteht einander wortlos, ergänzt euch perfekt und habt eine lange gemeinsame Zukunft vor Augen. Es ist die Liebe deines Lebens. Alles fühlt sich gut und wunderbar an.

Aber schon im nächsten Moment zerbricht eure Beziehung, ganz plötzlich, wie ein Blitz aus heiterem Himmel. Ein Alptraum beginnt. Gerade noch wähntest du dich im Siebten Himmel und jetzt gehst du auf einmal durch die Hölle. Dein Geliebter ist plötzlich dein Ex. Er oder sie ist ein Dämon, eine Hexe, der Teufe, der nichts mehr richtig machen kann und der nur darauf wartet, dir in den Rücken zu fallen.

Klingt wie ein schlechter Film, aber sehr viele Paare erleben am lebendigen Leibe, dass Liebe und Hass sehr dicht beieinander liegen.

Wenn wir alle Gründe aufzählen wollten, warum Liebe in Hass umschlagen kann, würde uns das etwas zu weit vom Thema abbringen, man kann aber sagen, dass es dabei fast immer um die Verteidigungsreaktion nach einer Verletzung des eigenen Egos, des Beziehungsbildes oder von Zukunftsplänen geht, vermutlich in Kombination mit dem Unvermögen, mit solchen frustrierenden Rückschlägen auf gesunde Weise umgehen zu können.

Das Ganze kann auch Teil deines Verarbeitungsprozesses eures Beziehungsbruchs sein.

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Fehler eingestehen – Stop playing the blame game

Wenn eine Beziehung strandet, geht der Konflikt oft noch eine Weile weiter, und man schiebt sich immer wieder gegenseitig die Schuld zu.

Schuld zugeben und einen Fehler eingestehen sind wichtige Schritte bei der Verarbeitung eines Beziehungsbruchs. Das ‚Nein – Doch‘-Spiel, mit dem Finger auf den anderen weisen und darüber zu streiten, wer am meisten Schuld trägt, all das ist ziemlich unproduktiv.

Fehler eingestehen – Fahre dich nicht fest

„It takes two to tango“, wie man so schön sagt. Und das gilt natürlich auch bei einer Liebesbeziehung. Beide Partner tragen zum Erfolg oder Misserfolg der Beziehung bei.

Wen die meiste Schuld trifft, ist dabei gar nicht so relevant. Beide Seiten sollten ihren eigenen Anteil erkennen.

Man könnte es mit einem Geländewagen auf einem schlammigen Weg vergleichen, der sich festfährt. Wenn man dann das Gaspedal durchdrückt, wird man sich nur umso mehr festfahren und sich durch seine Ausdauer immer tiefer eingraben.

Dabei wäre es viel klüger, den Motor kurz auszuschalten und die Situation einmal gründlich unter die Lupe zu nehmen. Dann kann man sich gezielt um die Probleme kümmern wie zum Beispiel die Achse auszugraben oder etwas unter die Räder zu schieben, dass sie besser greifen. Anschließend kann man es mit wenig Gas erneut versuchen.

Auch nach einem Beziehungsbruch sollte man die Situation zuerst einmal mit etwas Distanz betrachten, alles ganz ruhig analysieren, was schiefgelaufen ist, um anschließend nach Lösungen suchen zu können. Sonst wird man sich wie gesagt hoffnungslos festfahren.

Was hast du falsch gemacht? The wings of the butterfly

“A butterfly can flutter its wings over a flower in China and cause a hurricane in the Caribbean.” Edward Lorenz – Chaos Theory

Vielleicht bist du davon überzeugt, dass dich keine Schuld trifft. Schließlich kann jeder sehen, dass es dein Ex war, der alles kaputt gemacht hat.

Solche Dinge entwickeln sich aber nicht über Nacht. Man darf deshalb nicht nur den letzten Akt betrachten oder das extremste Verhalten, ohne dabei die Ursachen und weitere Faktoren außer Acht zu lassen.

Warst du möglicherweise nicht so nett zu deinem Partner, weil du müde warst und hast deswegen auch weniger mit ihm gesprochen, was dazu führte, dass er oder sie sich einsam und nicht gesehen fühlte? Vielleicht habt ihr euch beide zu wenig Mühe gegeben, und schon befindet man sich in einer Abwärtsspirale, bei der sich der emotionale Abstand zwischen euch immer weiter vergrößert.

Darum sollte man nicht nur die großen vor der Hand liegenden Dinge sehen, sondern auch die vielen kleinen. Vergiss nicht, dass auch etwas nicht zu tun oder weniger zu tun eine Aktion darstellt, genau wie die Verweigerung einer Reaktion ebenfalls eine Reaktion ist. Dabei kann es um das Ignorieren bestimmter Warnsignale gehen oder sein Bauchgefühl auszublenden. Vielleicht denkt man sich Ausreden für das unakzeptable Verhalten des Partners aus und lässt zu, dass sich bestimmte negative Muster festigen können.

Warum es wichtig ist, bei einem Beziehungsbruch eigene Fehler eingestehen zu können

Die scheinbaren Vorteile, dem anderen die Schuld zuzuweisen

Den anderen zu beschuldigen, wirkt wie leere Phrasen; eine einfache Möglichkeit, sich von negativen Gefühlen zu befreien. Man muss sich selbst nicht kritisch betrachten, kann sich der Verantwortung entziehen. Man muss selbst nichts unternehmen, schließlich liegt das Problem beim anderen, der etwas dagegen tun muss.

Das Schuldzuweisen kreiert ein falsches Gefühl der Kontrolle über eine für dich sehr schwierige emotionale Situation.

Wenn man den anderen beschuldigt, spricht man sich dadurch selbst frei. Man verschafft sich Absolution von der eigenen Schuld und Scham.

Klingt vielleicht gar nicht so schlecht, trotzdem sollte man mit dem erhobenen Finger vorsichtig sein, ganz besonders dann, wenn man den Ex-Partner vielleicht irgendwann wieder zurückgewinnen möchte.

Die Nachteile von Schuldzuweisungen

Dem anderen komplett die Schuld zuzuweisen, ist keine gute Idee:

  • Oberflächlich. Erstens ist es ziemlich oberflächlich, das Scheitern einer Liebesbeziehung – die immer ein komplexes Zusammenspiel zwischen zwei Menschen ist – ausschließlich dem Verhalten nur einer Person zuzuschreiben. Die Logik sagt einem schon, dass es unmöglich ist, dass nur eine Person hierbei die Schuld trägt.
  • Opferrolle. Zweitens wird dich das einseitige Zuweisen von Schuld in die Opferrolle drängen. Dir wurde Unrecht angetan, und du kannst selbst nichts tun, wenn der andere seine Missetaten dir gegenüber nicht zugibt.
  • Projektion. Und drittens bezeichnet man das Schuldzuweisen bei einem gemeinsamen Problem als eine Form der Projektion. Man versucht alle schlechten Gefühle und Gedanken, die man wahrnimmt, hinter sich zu lassen, indem man sie dem anderen zuweist. Dinge, die man selbst gemacht hat, wie man denkt und fühlt, für all dies wird man den Ex-Partner verdenken. Schön einfach, könnte man denken. Eine solche Projektion wird aber nicht lange funktionieren. Sie wird sich recht schnell als solche entpuppen. Eigentlich ist sie nur eine Form des Ignorierens der Realität des Beziehungsbruch.

Das oberflächliche Abschieben von Verantwortung, das sich Winden in der Opferrolle und die Projektion der eigenen Schuld und Scham verursachen ein falsches Gefühl der Kontrolle und einen vermeintlichen Freispruch von der eigenen Verantwortung, denn damit begibt man sich gleichzeitig in eine machtlose Situation.

Erkennt man dagegen seinen eigenen Beitrag zum Beziehungsbruch, wird einen dies in eine starke Position versetzen und echte Kontrolle verleihen. Man wird wieder die Zügel in der Hand halten und sein eigenes Leben im Griff haben. Was passiert ist, ist passiert, Du selbst entscheidest aber, was als nächstes geschieht. Nur aus dieser Position heraus ist ein Wiederaufbau deines Selbstbildes und der Beziehung möglich.

“When you stop blaming others for your own suffering and take responsibility for your own happiness, you shift from a place of victimhood to a place of power.”

Was soll man also machen?

Analysiere deine Beziehung

Es ist sehr wichtig, dass du deine Beziehung in einem realistischeren Licht siehst und Fehler eingestehen kannst. Lege also die Scheuklappen ab und lasse deinen Blick nicht von starken Emotionen und Schmerz drüben.

Untersuche, wie eure Beziehung tatsächlich war. Was war gut? Was lief schlief? Dabei handelt es sich niemals nur um eine Kleinigkeit. Dahinter verbirgt sich immer ein längerer Prozess. Welche Signale waren sichtbar?

Das alles sollte man erkennen. Schließlich ist es sehr schmerzhaft, seine Liebe zu verlieren. Ihn oder sie aber zurückzugewinnen, nur um sie erneut zu verlieren, ist noch schmerzhafter.

Achte auch darauf, dass du nicht überanalysierst, denn auch das ist nicht gut. Es geht eher darum, das Puzzle zusammenzusetzen, um die fehlenden Stücke zu finden und zu ergänzen.

Suche nach einem guten Gleichgewicht

Beide Seiten haben ihren Anteil an der Situation. Wer die größeren Fehler gemacht hat und wie schwer sie wiegen, ist irrelevant, denn solche Überlegungen halten dich nur vom klaren Denken ab.

Man sollte auf jeden Fall versuchen, das Szenario zu vermeiden, bei dem nur eine Seite die ganze Schuld und Verantwortung zugeschoben bekommt und die andere Seite die ‘get out of jail free’ Karte zieht.

Genauso wenig wie dein Ex-Partner die gesamte Schuld in eurer Beziehung trägt, darfst auch du dir nicht die ganze Schuld zuweisen lassen. Niemand sollte sich die Rolle des Atlas anmessen lassen und die Last der Welt auf seinen Schultern tragen.

Es geht um Ehrlichkeit, Gerechtigkeit und das richtige Verhalten. Man muss einen Kompromiss zwischen den beiden extremen finden, um sich der Wahrheit annähern zu können.

Wenn sich einer der Partner ungerecht behandelt fühlt, wird dies bei ihm oder ihr immer weiter brodeln. Je nach Charakter und Geduld des Betreffenden kann er oder sie sogar Jahre damit leben, wird aber immer den Preis dafür bezahlen.

Vergeben und aussöhnen

“To forgive is to set a prisoner free and discover that the prisoner was you.” Lewis B. Smedes

Man kann sich in einer Beziehung unglaublich verraten fühlen. Egal, ob es um Betrug, Fremdgehen oder Lügen geht oder auch nur um kleinere alltägliche Übel, weil der andere vielleicht nie da ist, wenn man ihn braucht, einen nie sieht oder hört oder Entscheidungen trifft, ohne auf deine Gefühle zu achten.

Wenn man gut darüber nachdenkt, kann man bei all dem seinen eigenen Anteil erkennen. Dadurch werden die eigenen Gefühle aber nicht besser.

Wichtig hierfür ist, dem anderen zu vergeben und seine Fehler eingestehen zu können. Vergeben bedeutet aber nicht vergessen, dafür aber loslassen der negativen Gefühle, die der Situation anhaften.

Dein Ex-Partner ist nicht der Teufel, der dir nur Schmerzen zufügt. Die Schmerzen fügt er oder sie dir meistens nicht absichtlich zu. Eine verletzte Person, die eine andere verletzt; dabei ist kein böser Wille im Spiel.

Vergebung ist etwas unerlässliches, wenn man sich aussöhnen möchte. Der Fokus liegt dann nicht mehr darauf, wie sehr man verletzt wurde oder was der andere falsch gemacht hat, sondern darauf, welchen Schritt man selbst als nächsten wählt.

Fehler eingestehen – Persönliche Entwicklung

“Blame is simply the discharge of discomfort and pain. It has an inverse relationship with accountability.” Brene Brown

Dem Ex-Partner die Schuld zuzuweisen, vermindert das eigene Unwohlsein und den eigenen Schmerz, gleichzeitig verhindert man damit aber das Akzeptieren der eigenen Verantwortung und verliert die Kontrolle über seine Gefühle und Entscheidungen. Wenn man der persönlichen Verantwortung für sein Gefühlsleben und Verhalten ausweicht, wird man sich nicht weiterentwickeln können.

Manchmal sollte man sich kratzen, wenn es juckt. Man kratzt die Kruste von der Wunde, die sich zu früh geschlossen hat, damit der Eiter herauskommen kann.

Alle Aspekte des Beziehungsbruchs wahrzunehmen, wird einem weiterhelfen, weil:

  • man sich selbst besser verstehen wird, seinen Blinden Fleck erkennt.
  • man seine eigenen Reaktionen und die des Ex mit mehr Distanz sehen wird, weniger beeinflusst durch Emotionen.
  • man so die Beweggründe – bewusst oder unbewusst – beider Seiten ergründen kann.
  • die persönliche Weiterentwicklung immer außerhalb der eigenen comfort zone stattfindet.

Von bitter zu besser

Dem Ex-Partner die ganze Schuld zuzuweisen und immer mit dem Finger auf ihn oder sie zu weisen, ist keine gute Idee, weil dich dies in ein negatives Denkschema drückt, aus dem heraus eine persönliche Weiterentwicklung und eine Heilung der Beziehung unmöglich sind. Man wird zum machtlosen Opfer.

Diese Position ändert sich aber, wenn man sich dazu entscheidet, mit dem Giftsprühen aufzuhören, sondern seine mentale Energie dazu einsetzt, um seinen eigenen Anteil ehrlich zu erkennen, die Verantwortung für sein Gefühlsleben wiederzuerlangen und als Person zu wachsen.

Nur dann wird man besser werden und nicht mehr bitter sein. Und wird eine Rettung der Beziehung möglich.

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Boris Bergmann MSc

Boris Bergmann MSc ist Sozialpsychologe, Beziehungstherapeut, Autor und Gründer von ExZurueckExperte.de. In seiner Laufbahn hat er bereits viele Paare wiedervereint. Möchtest auch du deine oder deinen Ex zurückgewinnen? Dann solltest du dir einmal die sehr wirkungsvolle Ex Zurück Methode auf ExZurueckExperte.de ansehen.

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